Loidesthal wurde erstmals im Jahr 1243 als „Liutoldstal“ urkundlich erwähnt. Der Name geht vermutlich auf einen Siedler oder Grundherrn namens Liutold zurück. Seit 1567 ist der Ort unter seiner heutigen Bezeichnung bekannt.
Die Pfarrkirche Loidesthal, dem Heiligen Wolfgang geweiht, war ursprünglich eine Filialkirche der Pfarre Obersulz und gehörte bis 1972 zum Stift Michaelbeuern. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgestaltet und erweitert – sie bildet bis heute das geistige und bauliche Zentrum des Dorfes.
Bereits im Jahr 1740 zählte Loidesthal rund 660 Einwohner und war damit ein beachtlicher Ort im Weinviertel. Die Bevölkerung lebte überwiegend von Landwirtschaft und Weinbau, die bis heute das Ortsbild prägen.
Mit dem Bau der Bahnlinie Stammersdorf–Dobermannsdorf zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt Loidesthal einen eigenen Bahnhof – ein wichtiger Entwicklungsschritt für Handel und Pendler. In dieser Zeit entstanden auch zwei Ringöfen, die der örtlichen Ziegelproduktion dienten und zum wirtschaftlichen Aufschwung beitrugen.
Im Zuge der Gemeindereform 1972 wurde Loidesthal Teil der Großgemeinde Zistersdorf und ist seither deren Katastralgemeinde. Trotz dieser Eingliederung konnte sich der Ort seinen eigenständigen Charakter, seine lebendige Dorfgemeinschaft und sein reges Vereinsleben bewahren.
Heute präsentiert sich Loidesthal als moderne, lebenswerte Gemeinde mit tiefen Wurzeln in Geschichte und Tradition – ein Ort, der stolz auf seine Vergangenheit blickt und gleichzeitig mit Zuversicht in die Zukunft geht.

